Deutsche Zentrale für Globetrotter e.V.;
die größte nichtkommerzielle Vereinigung von Reisenden in Deutschland
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Globetrotter-Forum

     
 

CHRONIK DER dzg  

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11. Juni 1976 Elspe, Karl-May-Festspielgelände


VORSTAND :
LUDMILLA TÜTING, LUTZ FEHLING, HERIBERT SEUL, REGINA BRODERSEN, GABRIELE SCHULZ, HARALD GABLER

Sonntags beobachten die Globis PIERRE BRICE bei der Probe als Winnetou; abends werden die Dias im Freien gezeigt, auf einem Betttuch am Land-Rover, und Winnetou schaut zu.

Am 26.12.75 verläßt FRIEDEMANN VON ENGEL nach erheblichen Differenzen den Vorstand (T 6, 6). LUDMILLA regt an, einen "Kollektivvorstand" zu wählen, um Alleingänge künftig zu vermeiden. Sie will die dzg nicht mehr als e.V. führen. Die Mitgliederversammlung lehnt ab. Man beschließt aber, daß nur Mitglied wird, wer auf eigene Faust außereuro-päische Länder bereist hat: "Mit Neckermann nach Ceylon oder Bangkok gildet nicht! Auch drei Tage Türkei erwecken Zweifel."

Durchschnittlich jeden dritten Tag will jemand in die dzg eintreten. Eine Mitgliederliste wird verteilt. Die dzg-Autoren werben in ihren Büchern für den Club, aktive Pressearbeit ist unnötig - Presse, Funk und Fernsehen kommen auch so, der Süddeutsche Rundfunk berichtet in Point im Mai, die Frankfurter Rundschau im Juni. Die Zeit entdeckt halbseitig einen neuen Trend: "Globetrotter schreiben ihre Reisebücher selbst".

Ihr Ziel finden Karten an: Deutsche Zentrale für Klobetrotter, Ludmüller Tieting sowie Verband der Globetrotter e.V., Lord Müller Züting.

Die dzg erbittet Spenden für das Hospital Andino von DR. OSWALD KAUFMANN am Rio Alto in Coina/Peru: Arznei, Kleidung, Bares.

Es stand im TROTTER:
IRMTRAUD JANßEN berichtet, daß ein indonesischer Schalterbeamter sie nicht ins Flugzeug nach Jakarta ließ, weil das Ticket nicht auf ihren Namen ausgestellt sei und er es gestohlen wähnt, dann "sieht er meinen "Namen" im Paß doch noch: Auf der rechten Seite neben dem Paßbild unter der Rubrik Augenfarbe!… Auch im Flugzeug erfahre ich als Missis Blaugrau noch besondere Aufmerksamkeit" (T 6, 13).

Aus Afghanistan kommt der Hinweis: "Von Herat verkehrt jeden Tag ein Bus. Recht abenteuerlich und eng. Selbst auf dem Dach herrscht Gedränge." HORST WALTHER bricht "Eine Lanze für Nachtfahrten": "Wenn sich auf einsamen persischen Landstraßen des nachts zwei Autos begegnen, pflegen sie abwechselnd das Fernlicht im 5-Sekunden-Rhythmus aus- und einzuschalten. So sieht immer einer von beiden die Straße vollständig ausgeleuchtet… Der andere fährt solange aus der Erinnerung, bis er dran ist mit Sehen." (T 6, 32)

HOLGER MÖßNER sucht in Ägypten die Nähe der Menschen: "Bei Abu Tig gab ich meinen Wunsch, die 1000 km von Assuan bis Kairo zu marschieren, [nach 600 km] auf… Kinder und sogar erwachsene Frauen warfen mit Steinen nach mir. Dagegen waren die Störenfriede in der östlichen Türkei und am Khyber-Paß harmlos" (T 7, 8). DIRK BACHMANN erklärt, wie man sich als Besucher auf Samoa zu verhalten hat (T 6, 23).

"Eine Reise mit Hindernissen" schildert KURT BRÜGGEMANN: "Ende August 1975 reisten wir in Jugoslawien ein. Am Zoll versuchten wir, unsere gesamte Ausrüstung (Schrotgewehre, Tränengas-Pistolen, Fernseh-Service-Koffer, Metallsuch-Gerät, Funkgeräte, Foto- und Filmmaterial sowie ein Schlauchboot) anzumelden, aber man schickte uns einfach weg… [und später im Iran:] Wir mußten manchmal zu Schaufel und Sitzhacke greifen und uns selbst eine Fahrbahn basteln. Für 800 km benötigten wir über zwei Wochen. Trotzdem empfehlenswert… An der Iranisch-Pakistanischen Grenze hatte man scheinbar fürchterliche Angst, überall grinsten MP-Läufe… Als besonderer Wertgegenstand wurde u.a. auch unser Zigarettenanzünder aufgeschrieben." (T 4, 11)

HEIDI RICHTER empfiehlt für Kalimantan: "Die Dajaks lieben ganz besonders Suppenwürfel" und ERICH BAUER hilft mit einem Tip, die Reisekasse aufzubessern: "Ich fange auf meinen Reisen immer Insekten und verkaufe diese hier in Deutschland."

Gefunden in Trotter 10, 45:
Eine Studentin vermerkte auf ihrem Aufnahmeantrag zu Punkt 7 "Kannst Du Auskunft über diese Länder geben" (Länder in denen man schon mal war): "Merkwürdige Frage: Leistungsdruck?" Wir sind uns nicht sicher, sie aufzunehmen, denn wir nehmen an, daß sie den Sinn des Clubs nicht verstanden hat.

Trotter 3 Trotter 3 hat 16 Seiten.

Schlußredaktion:
Ludmilla Tüting in Berlin.

Erschienen im Februar 1976.
Trotter 4 Trotter 4 hat 44 Seiten.

Schlußredaktion:
Ludmilla Tüting in Berlin.

Erschienen im April 1976.
Trotter 5 Trotter 5 hat 16 Seiten.

Schlußredaktion:
Ludmilla Tüting in Berlin.

Erschienen im April 1976.
Trotter 6 Trotter 6 hat 32 Seiten.

Schlußredaktion:
Ludmilla Tüting in Berlin.

Erschienen im August 1976.
Trotter 7 Trotter 7 hat 24 Seiten.

Schlußredaktion:
Gaby Schulz in Hamburg.

Erschienen im Oktober 1976.
   
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