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10. Juni 1984 Halver, Gut Voswinckel


VORSTAND :
PETER MEYER, REIMER SCHERMULY, WILLY JANSSEN, GERD AHLERS, GEORG SCHMITT, HANS PETER HAUER

Im Februar (Heft 8) schreibt der stern: "Die Kompetenz der Kritikerin ist unangefochten. LUDMILLA TÜTING gehört zu den Pionieren des Tramper- und Travellerbooms". Das sieht die Mitgliederversammlung auf Gut Voswinckel anders - 10 Jahre DZG drohen katastrophal zu enden. Für den Vorsitz kandidieren LUDMILLA TÜTING (51 Stimmen) und THOMAS GEIßLER (53 Stimmen). THOMAS nimmt die Wahl nicht an, schon seine Kandidatur war spielerisch gemeint und löste einen Erdrutsch aus. Doch LUDMILLA will nicht mehr. Ihr schließen sich die anderen ehemaligen Vorstandsmitglieder an. Im Hammelsprung-Verfahren wird ein vollständig neu besetzter Vorstand gewählt, mit dem ersten Vorsitzenden PETER MEYER.

LUDMILLA: "Der absolute Gipfel war dann die Mitgliederversammlung, in der nun unwiderruflich die Kaninchenzüchter-Mentalität deutlich wurde. Zwar nur von wenigen praktiziert, aber von der Mehrheit aktiv und passiv unterstützt. Ich schäme mich jetzt noch, auf welch unerträgliche Weise unser Kassenwart Erich "öffentlich hingerichtet" (Heribert [Seul]) wurde, nur weil er halt nicht so perfekt ist wie ein Profi-Buchhalter oder Finanzbeamter. Ich werde das in meinem Leben nicht vergessen. Wie entwürdigend! Erich hat die Kasse samt der Buchführung übernommen, als er genug Zeit hatte. Jetzt hat er einen Verlag, Ehefrau, neue Wohnung und gerade Nachwuchs bekommen. Das Wort Veruntreuung fiel… Aber die "Wende" war da, das wurde vielen in diesem Moment klar. Die anschließenden Tumulte zeigten dies. Ich räumte sofort meinen Platz, dankbar für diese Entscheidungshilfe… THOMAS GEIßLER war todunglücklich: "Das hab' ich nicht gewollt!"… Die Globetrotter-Bewegung, für die ich mich eingesetzt habe, ist zu Ende. Schon lange." (T 39, 15)

Die ZEIT schreibt: "Der neue Vorstand dürfte jedenfalls mehr Verständnis für den weniger ideologiebewußten Trotter mitbringen" (2.11.84).

PETER MEYER und GEORG SCHMITT helfen dem TROTTER vorerst über die Runden und suchen viele neue Helfer.

Es stand im TROTTER:
In den TROTTER-Heften bis 38 erreichen die Negativmeldungen über Individualreisende einen neuen Rekord: "Im Sudan landet jedoch offensichtlich der Abschaum der "Low-Cost-Traveller". Dabei wird die Gastfreundschaft und Vertrauensseligkeit der Einheimischen rigoros bis zum "geht-nicht-mehr" ausgenutzt." Es folgen zwei Seiten Beispiele zum "Horror aus Sudan". Weitere kritisch-satirische Beiträge: Tod in der Sahara, Wir hatten keine Verluste. Nur ein Träger kam ums Leben, Damals in Neu-Guinea, Wir - Mit der Brille der anderen gesehen, Sammler und Souvenir-Jäger, Was Reisende sich vormachen, Müsli unter Menschenfressern…

Trotter 37 Trotter 37 hat 130 Seiten.
Schlußredaktion:
Georg "Schorsch" Schmitt,
Heide-Ilka Weber
Titelbild: Trotter-Globus
Erschienen im März 1984.
Trotter 38 Trotter 38 hat 64 Seiten.
Schlußredaktion:
Marianne Hümmeke

Titelbild: Trotter-Globus.
Erschienen im Mai 1984.
Trotter 39 Trotter 39 hat 72 Seiten.
Schlußredaktion:
Willy Janssen
Titelbild: Löwen
Erschienen im September 1984
Trotter 40 Trotter 40 hat 100 Seiten.
Schlußredaktion:
Peter Meyer & Georg Schmitt in Katzenelnbogen.
Titelbild: Kind aus dem Niger
Erschienen im Dezember 1984
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